Unsere Kirchengemeinde - Gemeindeforum 2011

Vielfalt von innen - Der Blick von außen - Miteinander reden

 

Zum Auftakt der Visitation durch Dekanin Marie-Luise  Kling-de Lazzer veranstaltete unsere Kirchengemeinde am 21.Oktober ein Gemeindeforum in der Burghofhalle. Mit diesem Gemeindeforum betraten Kirchengemeinderat und Gemeindepfarrer Neuland - es waren daher umfangreiche Vorbereitungen zu treffen. Viele Leser werden sich etwa daran erinnern, dass der Sommerausgabe unseres Gemeindebriefs ein Fragebogen beilag, der dazu dienen sollte - aus diesem Anlass - Anregungen von Gemeindegliedern aufzugreifen! Leider kamen nur sehr wenige Bögen zurück, so dass keine repräsentative Auswertung erfolgen konnte.

 

In Anwesenheit von Dekanin Kling-de Lazzer und Schuldekan Heese konnte Pfarrer Martin Sauer aus Pfullingen durch ein umfangreiches, interessantes Programm führen.

Vielfalt von innen

 

Im ersten Teil stellten sich einige unserer Gruppen auf der Bühne vor. Den Rahmen bildete eine fiktive Sitzung, bei der die Zuschauer einen Blick in die Arbeit des KGR werfen konnten: der Kirchengemeinde sollte Geld aus einer Erbschaft zufließen – und daher stellte sich die schwierige Frage, welche Gruppe(n) besonders bedacht werden sollten:

 

... etwa die Krabbelgruppe?

... oder doch lieber die Mädchenjungschar

… oder sollte das Geld in die Kinderbibelwoche fließen?

 

Wie zu erkennen war, sind solche Entscheidungen gar nicht so leicht zu treffen!

Blick von außen

 

Im zweiten Teil stand die öffentliche Wahrnehmung der Kirchengemeinde im Fokus. Bürgermeister Joseph Reichert möchte verschiedene Projekte mit der Kirchengemeinde als Partner angehen und äußerte sich sehr anerkennend über die Bereitschaft vieler unser Gemeindeglieder zum ehrenamtlichen Engagement.

 

Für die Rektorin der Burghofschule, Ursula Kasper, ist die Kirchengemeinde ein guter Nachbar. Die gegenseitige Raumnutzung biete beiden Seiten Vorteile. Eine wichtige Aufgabe der Schule sieht sie darin, auch in einer säkularisierten Gesellschaft christliche Werte zu vermitteln.

 

Florian Zehender vom TSV Ofterdingen ging auf seine eigene christliche Erziehung ein und betonte, wie wichtig es sei, diese christlichen Werte auch auf dem Feld des Sports gelten zu lassen!

 

Dieter Gugel gab - als Vertreter der neuapostolischen Kirche – seiner Freude darüber Ausdruck, dass - vor allem durch den Dialog mit Pfarrer Schaber-Laudien - Spannungen zwischen beiden Gemeinden nun zum Glück der Vergangenheit angehörten! Er wünschte sich – neben schon Bestehendem wie der Teilnahme am Religionsunterricht – noch mehr Kooperation und christliches Miteinander!

Miteinander reden

 

Der dritte und letzte Teil war dem Austausch darüber gewidmet, was die Gemeinde bewegt, was die Gemeinde sich für die Zukunft wünscht...

 

In 10 Gruppen – jeweils unter der Leitung eines KGR-Mitglieds – wurde u.a. über gelebte Diakonie, Männerarbeit, Kirchenmusik, junge Familien und deren Platz in der Kirchengemeinde diskutiert. Im „Kummerkasten“ wurden manche Verletzungen und Lasten angesprochen. Es gab aber auch breiter gefasste Themenbereiche, so etwa Pfarrer Schaber-Laudiens Gruppe mit dem Thema „Zum Glauben einladen - wen und mit welchem Ziel?“ oder auch „Gemeinde, von der ich träume“, geleitet von Beate Borchardt.

 

Die Ergebnisse dieser Gruppenarbeit wurden schriftlich festgehalten und werden innerhalb des vom KGR geplanten Klausurtages diskutiert und aufgearbeitet werden.

Und was gab es sonst noch?

 

In der Pause – neben einem leckeren Imbiss, vorbereitet vom Mittwochstreff – gab es viel Interessantes zu entdecken. Unsere Gruppen und Kreise präsentierten sich an verschiedenen Ständen: vom Montagskreis, dem Mittwochstreff, übers Kaffeekännle, dem CD-Dienst... Auch unser  Gemeindebriefteam war vertreten. Es kam zu vielen interessanten Kontakten und guten Gesprächen.

 

Last but not least wollen wir unsere Chöre nicht vergessen – von unseren Kleinsten, den Singvögeln, über den Jugendchor Chickpeas, bis hin zum Gospelchor und der Mauritiuskantorei – sie alle gestalteten dieses Gemeindeforum durch ihre musikalischen Beiträge mit und belegten damit den hohen Stellenwert und die besondere Qualität der kirchenmusikalischen Arbeit in unserer Gemeinde.

 

Es war eine sehr interessante und gelungene Veranstaltung, die mit großem Engagement vorbereitet und durchgeführt wurde. Was von den Vorschlägen und Wünschen der Gemeinde umgesetzt werden kann, wird der KGR beraten. Wir werden Sie, liebe Leserinnen und Leser, darüber auf dem Laufenden halten!

 

Heidemarie Raddatz