Die Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 war ein wichtiger Schritt, die Finanzierung der Pflege von kranken und alten Menschen auf ein stabiles Standbein zu stellen.
Aber die Pflegeversicherung allein deckt nicht alles ab, was ein Mensch braucht, wenn er krank ist. Ihre Leistungen beziehen sich ausschließlich auf die körperlichen Bedürfnisse des Patienten.
So fehlt Zeit für Gespräche, für die Betreuung der Angehörigen, für Sterbebegleitung, für die Koordination verschiedener Dienste usw.
Eine um den ganzen Menschen bemühte Pflege muss solchen Erfordernissen Rechnung tragen.
Bei der Familienpflege zahlen die Kassen keine kostendeckenden Entgelte. Trotzdem wollen wir, dass die Diakoniestation Familien in Notsituationen weiterhin versorgen kann. Denn die Versorgung der Familie, insbesondere der Kinder in der gewohnten Umgebung, ist dabei unmittelbares Ziel und ein wesentlicher Beitrag zur Stabilisierung der Familiensituation.
Ganzheitliche Pflege und Versorgung gehören zum Profil der Diakonie-/Sozialstation Mössingen-Bodelshausen-Ofterdingen gGmbH. Deshalb braucht sie auch in Zukunft die ideelle und finanzielle Unterstützung des Krankenpflegevereins!
Der Krankenpflegeverein Ofterdingen e.V. wurde vor 1991 Jahren auf Betreiben des damaligen Ortspfarrers Albrecht Esche gegründet und nach einem Jahr zum Förderverein der Diakonie-/Sozialstation „umfunktioniert“, d.h. 94% aller Beitragseinnahmen werden direkt weitergeleitet. Wirtschaften können wir mit den verbleibenden 6 % sowie mit den Einnahmen aus Einzelspenden, den Zinserträgen der Rücklage und besonderen Aktionen. Die Mitgliederzahl liegt seit längerem relativ konstant bei rund 250 Personen. Die Zahl der Mitarbeitenden dagegen ist in den letzten Jahren erfreulich angestiegen; in Ausschuß, Besuchsdienst und beim „Urlaub ohne Koffer“ zählen rund 20 bis 25 Personen zum festen Stamm ehrenamtlicher MitarbeiterInnen (weitere lassen sich für Projekte finden), interessanterweise sind nicht einmal alle Mitglieder im KPV. Maßgeblich dafür war sicher die Gründung des Besuchsdienstes auf Anregung vom Sr. Monika Schutzka, der früheren Fachberatung für Diak.-/Sozialstationen in Tübingen. Dass dieser Besuchsdienst am Krankenpfle-geverein angesiedelt wurde, hängt mit dem Wunsch zusammen, ihn bewusst überkonfessionell zu halten, so wie die Leistungen des Krankenpflegevereins allen Bedürftigen offen stehen, ungeachtet ihrer konfessionellen Bindung.
Kraft Amtes sind die evangelische Ortspfarrerin und der Bürgermeister der
Gemeinde Ofterdingen 1. bzw. 2.Vorsitzende/r im Krankenpflegeverein. Der Verein arbeitet überkonfessionell-ökumenisch; Ausschußmitglied Wolfgang Haug sorgt für engen, regelmäßigen Kontakt zur
Katholischen Schwestergemeinde St.Mariä Himmelfahrt in Mössingen.
Der Besuchsdienst im Krankenpflegeverein wird von Ruth Blaum (
mail, Tel. 5644) geleitet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten für ihre Aktivitäten (zB Urlaub ohne Koffer, Besuche und Begleitung von Älteren und kranken Menschen) regelmäßig Schulung und Unterstützung. Das engagierte Team freut sich stets über Verstärkung.
Der Besuchsdienst im Krankenpflegeverein